| [Wien und die ganze Welt / 18.Dezember 2011] ADVENT - DIE STILLE ZEIT, ZEICHEN DER VORFREUDE
adventus = Ankunft
ES IST ADVENT, ZEIT, UM GOTT NAHE ZU KOMMEN UND ETWAS WUNDERBARES ZU ERWARTEN!
Wann beginnt die Adventszeit ?
Der 1. Adventsonntag, auch 1. Advent genannt, ist ein beweglicher Festtag im Jahreskreis. Er ist der Beginn des Kirchenjahres.
Adventus (Adventzeit) beginnt mit dem 1. Sonntag nach dem 26. November, oder anders erklärt: Es ist der 4. Sonntag vor dem 25. Dezember. Die Adventzeit endet immer mit dem 25. Dezember und enthält somit 4 Sonntage.
In der Antike stand die Kerze als Symbol für den Kampf der Christen gegen das Dunkle im Leben und der Kranz als Siegeszeichen. Erst im 6. Jahrhundert wurden in Rom von Papst Gregor dem Großen die Grundzüge des Advent mit der Adventsliturgie festgelegt. Er setzte erstmals die Zahl der 4 Adventssonntage fest.
Der Hamburger evangelisch-lutherische Theologe und Erzieher Johann Hinrich Wichern (1808–1881), nahm sich in dem von ihn gegründeten „Rauhen Haus“, einiger in großer Armut lebender Kinder an. Da aber die Kinder während der Adventszeit immer fragten wann denn endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 19 kleinen roten und 4 großen weißen Kerzen. Nun konnten die Kinder jeden Tag in der Adventszeit eine Kerze anzünden, sodass sie die Tage bis Weihnachten abzählen konnten.
Der Kranz hatte damals noch 24 Kerzen, die kleineren Kerzen standen für die Tage und die 4 großen weißen, für die Adventssonntage. Vorbild waren die runden Deckenleuchter romanischer Kirchen, die das Reich Gottes symbolisieren. Aus dieser Idee entwickelte sich der Adventskranz mit vier Kerzen, wobei an jedem Adventssonntag eine mehr angezündet wird. Seit 1860 wird der Kranz mit Tannengrün geschmückt. Die Kerzen symbolisieren heute das Kommen Christi, das " Licht der Welt " und die Zweige immergrüner Tannen die "Hoffnung auf das ewige Leben".
In der katholischen Kirche wurde der Kranz mit den 4 Kerzen erstmals 1925 in Köln gesehen.
Um 1930 wurde es Brauch die ersten, geweihten Adventskränze auch in den privaten Stuben aufzustellen, so wie es bis heute geschieht.
In der westlichen, weihnachtlichen Vorbereitungszeit haben sich volkstümliche Bräuche eingebürgert. Diese sind noch auf germanische Glaubensvorstellungen zurückzuführen. So sind Adventsmärkte, Adventskalender, Adventskränze, Adventslieder, Gesänge und im bayrisch-alemannischen Raum, Maskenumzüge in der Adventszeit nicht mehr wegzudenken; vgl. auch Andreastag, Barbarazweige, Lucia, Nikolaus und Thomastag.
In Österreich und Süddeutschland (Bayern) wurde der Brauch erst nach 1930 übernommen.
Das Weihnachtsgeschäft ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil in der Adventszeit. Unternehmer halten im Einklang mit unseren Politikern ihre Geschäfte länger offen und erwarten die besten Umsätze des Jahres. Jedes Jahr unterliegen wir den Weihnachts-Einkaufswahnsinn und tummeln uns in übervollen Einkaufszentren, warten in verstopften Straßen auf ein Weiterkommen. Um sich auf Ruhe und Einklang zu besinnen bedarf es nur einer Kleinigkeit.
Denn...
die einfachen Dinge schätzen zu lernen ist ein Schlüssel, der das Tor zum Glück ziemlich weit aufsperren kann. Es gibt viele kleine Momente im Alltag, die ungemein zufrieden machen.
Heiligentage im Advent:
4. Dezember
Der Tag der "Heiligen Barbara", einer Märtyrerin, die von ihrem eigenen Vater den Gerichten ausgeliefert wurde. Die heilige Barbara gilt als Patronin der Bergleute. Anlässlich ihres Festes werden Kirschenzweige gepflückt, die Glück bringen und bis Weihnachten blühen sollen.
6. Dezember
Der Tag des "Heiligen Nikolaus" - Er war Bischof von Myra, der um 350 lebte, in Schwierigkeiten aller Art half und insbesondere als Helfer der Kinder verehrt wurde. Nikolaus soll Kinder vom Tod erweckt haben. Dies wurde zum Anlass genommen, ihn zum Patron der Schüler und Studenten zu erwählen.
8. Dezember
Der Tag der "Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria". An diesem Tag wird nicht - wie häufig angenommen - der Zeugung Jesu durch den heiligen Geist gedacht, sondern dass Maria empfangen worden ist, ohne in die Erbsünde verstrickt zu sein. Diese katholische Glaubensüberzeugung wurde von Papst Pius IX. vor 150 Jahren als Dogma von der unbefleckten Empfängnis verkündet.
13. Dezember
Tag der "Heiligen Luzia". Sie war Christin und hat im vierten Jahrhundert in Syrakus in Sizilien gelebt. Es gibt nur wenige gesicherte historische Angaben über die heilige Luzia, dafür aber eine Vielzahl von Legenden.
Wir wünschen allen ein frohes
Weihnachtsfest !
Eine Adventsgeschichte
Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still, so still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht." Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und war schließlich ganz verloschen.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war erloschen.
Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: "Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben." Und mit dem letzten Aufflackern war auch dieses Licht aus.
Da kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: "Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein." Und es fing an zu weinen.
Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst, so lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung."
Mit einem Hölzchen nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.
Vielen Dank für die nette Geschichte an Elke
Ein Weihnachsgedicht von Herrn JOSEF OTTINGER über den Wiener Christkindlmarkt

Haus Föhrenhof
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Dr.-Schober-Straße 3 |
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1130 Wien |
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01/804 23 38 |
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01/804 23 38-25 |
Der Christkindlmarkt in Wien
Fast a Monat vur da Zeit
is es wiederum so weit,
dass aum Rothausplotz in Wien
stön so 100 Hitln hin.
Und ojs Geschenk, direkt vurn Rothausmau
steht a Bam a jedes Johr,
groß bis aun den Dochesraund,
immer von an Bundeslaund.
Doch links und rechts, glei vur den Bam
durn si zwa Ringelspüla drahn,
und a bissl auf da Seitn
kennand Kinder Pony reitn.
Jo, auf den Christkindlmorkt in Wean,
derf di wirkli gor nix stern.
Waunst daun so gehst von Staund zu Staund
ziagns dir glei aus dei Sunndogsgwaund,
wäu d Leit, si drängan furchtbor jetzt,
dabei is Gaunze jo a Hetz,
denn bei de Höfte von de Ständ
stengand Leit und haum ind Händ
links a Wirschtl, rechts a Bier
und kaun und schmatzn wie die Kihr.
Host mit der Kötn du dei Not,
gibt’s do an Glühwein, Speck mit Brot,
a Zuckaäpfe, Zuckawatta
lutschln d’Kinda und da Votta.
Nur d’Muatta hot wos aundas wolln,
de kiefet aun an Kukruzkojm.
A Pudlhaum fird Malitant
gebert’s durt auf an Staund,
Unterhosn, Hemdn, Socken
hängan durt und durn verlockn
zu an weihnochtlichen Kauf,
denn es is jo schließlich Brauch,
dass ma auf d’Familie denkt
und ihr etwos Schenes schenkt.
Bei an aundern Staund fierht ana vur,
wost ois kriegst, waunst kaufst a Uhr.
An Kuglschreiba, a gojdnas Kettarl,
a Ringarl mit an echten Sta.
Ojs zaum kost zwa Hundada.
Hausfraun, gschwind, kummts olle her,
so wos sechts bojd nimmermehr,
wos i mit mein Messer moch,
da vaschlogt’s eich glei die Sproch.
I schneid Nägl, Speck und Hojz,
und auf ans bin i gaunz stojz,
es kriagts a zweites Messa drauf
mit an unzabrechlichen Knauf,
es schneid aa a jedes Baa,
ojs zaum kost an Hundada.
Und waunst daun miad bist von da Tour
und schaust auf d’große Rothausuhr,
schimpfst über diesen Rummel do
und haust so schnö wie’s geht daun o.
Doch nächstes Johr gehst wieder hin
zum Christkindlmorkt am Rothausplotz in Wien.
Josef Ottinger - Wien (20011)
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