| [Wien - MuseumsQuatier - Leopold Museum / 23.September 2011 bis 30.Januar 2012] 10 Jahre Leopold Museum.
Die Herbstausstellung, zur Erinnerung an das vor 10 Jahren eröffnete Leopold Museum, im Museumsquatier beschäftigt sich unter dem Titel " Melancholie und Provokation - Das Egon Schiele Projekt " mit der Geisteshaltung des Künstlers. Vor allem wird das Schaffen in den Jahren 1910 bis 1915 beleuchtet.
Der frühe Schiele von 1910 schlägt mit seinen Darstellungen wie " die Axt " durch " das gefrorene Meer " ( Franz Kafka " ).
Er provoziert damit die heile Welt der konservativen Bürgerlichkeit. Dünne magere Männer, Körper in absurden Stellungen in unnatürlichen Farben , Pose und Bewegung als Komposition und provokanter Ausdruck innerer Befindlichkeiten.
Es sind schockierende Darstellungen aber doch verwandt mit den schmalen Knabenkörpern des Bildhauers George Minne und den " Träumenden Knaben " von Oskar Kokoschka, der seinerseits vorbilder in der minoischen Kultur fand.
Egon Schiele verwendete überdies Eindrücke, die er durch Schattenspielfiguren aus Java und später auch von den Gesten des zeitgenössischen Ausdruckstanzes empfangen hatte.
Egon Schiele im Dialog mit:
Claudia Bosse,
Günter Brus,
Phillipp Gehmacher,
Franz Graf,
Elke Krystufek,
Rudolf Schwarzkogler.
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