| [Wien / 27. Januar 2010] Nach 9 Jahren unnötiger Diskusionen um die Nutzung der abgebrannten Sofiensäle, steht dem bereits zum Schandfleck gewordenen Gebäude in der Marxergasse 17, womöglich eine Renovierung oder ein Umbau bevor.
Das ehrwürdige Gebäude ist als Hotel geplant. Bis zum 31. März hat das Gartenhotel Altmannsdorf die Möglichkeit, die schon jahrelang bestehende Brandruine zu beseitigen, und den Bau zu beginnen.
Hoteldirektor Bernd Schmid wird die Entscheidung bis Ende Februar bekanntgeben. Wird diese Zusage nicht gegeben, so wird die Arwag Holding in Eigenregie den Saal rekonstruieren und 200 Wohnungen bauen.
Der hässliche Platz um Wiens berühmteste Ruine sollte bald der Zukunft angehören.
SOFIENSÄLE - Ein neues Gebäude in alter, historischer Fassade
Report vom 12. Juli 2008
Nach jahrelangem Herumgemurkse durch die Stadt Wien ( Bgm. Michael Häupl ) und verschiedenster Investoren mit kuriosen Ideen wird der neue Eigentümer die heruntergekommene und denkmalgeschützte Brandruine renovieren. Nun hat das Haus, eine Wiener Kulturinstitution mit wechselvoller Geschichte, 1938 als Sopienbad und 1948 als Veranstaltungssaal (2700 Personen) endlich eine Verwendung gefunden. Aus den am 16. August 2001 abgebrannten Sofiensälen soll ein mehrfach genutztes Gebäude ( Universalbau ) entstehen, die Pläne sind vom heutigen Eigentümer Arwag ( Eigentümer seit 2006 ) vor kurzem eingereicht worden. Anfang 2009 soll nun der ehrwürdige Saal im Originalstil wieder aufgebaut werden. Ein transparentes Glasdach sollte dann den Raum durchfluten und den im Schanigartenflair angedachten Plaza genügend Tageslicht geben. Auf 2000 m² des Areals werden diverse Gastronomiebetriebe und Büros ihren Einzug finden. In Planung befinden sich zusätzlich 200 neue Wohnungen oder ein Hotel könnte hier seinen Betrieb aufnehmen. Für Besucher wird eine Tiefgarage mit 240 Stellplätzen, das Parkplatzsuchen in der Umgebung verhindern. Wir hoffen dass uns, nach den umfangreichen Umbauarbeiten, eine originalgetreu renovierte Fassade rund um die Marxergasse 17 an einen Ort mit turbulenter Vergangenheit erinnert.
Erinnerung: Die Sofiensäle, am 16. August 2001 durch einen Brand stark beschädigt, öffneten am 14.Jänner 1838 als Badeanstalt („Sophienbad“). Ca. zehn Jahre später entstand ein Mehrzweckbau mit einem Veranstaltungssaal für bis zu 2700 Personen. 1899 kam eine sezessionistische Gebäudefront hinzu.
ARWAG Holding-Aktiengesellschaft , A- 1030 Wien, Würtzlerstraße 15
Firmensprecher: Stefan Hawla
T: +43 (0)1 79 700-500
BÜRGERINITIATIVE " RETTET DIE SOFIENSÄLE"
Viktor Zdrachal
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