| [WIEN / 16. Februar 2010 bis 13. Februar 2010]

Herr Bürgermeister belasten Sie Ihre Bürger, die Bewohner der Stadt mit 5 solcher banaler Fragen:
Frage 1: Im Jahr 2000 wurde durch den Bundesgesetzgeber die Möglichkeit abgeschafft, Hausbesorger/innen anzustellen. Eine bundesgesetzliche Neuregelung ist seither nicht zustande gekommen.
Sind Sie dafür, dass in Wien die Möglichkeit geschaffen wird, neue Hausbesorger/innen (mit modernem Berufsbild) einzustellen?
Frage 2: Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt.
Sind Sie für ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien?
Frage 3: Einige Großstädte (z.B. London, Stockholm) haben zur Bewältigung des innerstädtischen Verkehrs eine Einfahrtsgebühr für das Stadtzentrum eingeführt (Citymaut). In Wien konnte durch die Verkehrspolitik (Ausbau öffentlicher Verkehr, Parkraumbewirtschaftung, Wohnsammelgaragen, Ausbau Radwegenetz) in den letzten Jahren der Autoverkehr in der Stadt deutlich reduziert werden.
Soll in Wien eine Citymaut eingeführt werden?
Frage 4: In Wien fahren täglich Nachtbusse von 0.30 bis 5.00 Uhr. Ein 24-Stunden-U-Bahn-Betrieb am Wochenende (Freitag und Samstag) kostet pro Jahr 5 Millionen Euro und bewirkt veränderte Fahrtrouten der Nachtbusse am Wochenende.
Sind Sie dafür, dass die U-Bahn am Wochenende auch in der Nacht fährt?
Frage 5: Seit 2006 wird in Wien ein freiwilliger Hundeführschein angeboten. Der Hundeführschein ist eine fundierte Ausbildung für Hundehalter/innen, bei welcher der richtige Umgang mit Hunden gelehrt wird. Bei der Prüfung müssen Hundehalter/innen zeigen, dass sie den Hund auch in schwierigen Situationen im Griff haben.
Sind Sie dafür, dass es in Wien für sogenannte "Kampfhunde" einen verpflichtenden Hundeführschein geben soll?
!! ERINNERUNG 2008 - WAS MEINEN SIE MIT DIREKTE DEMOKRATIE !!
Warum haben Sie nicht zur Bürgerbefragung " Einstellung der Strassenbahnlinie 21" zugestimmt !? ...
... hier hätten sie Bürgernähe zeigen können !
Doch keine Bürgerbefragung zum 21er
In Wien-Leopoldstadt wird es doch keine Bürgerbefragung zur Einstellung der Straßenbahnlinie 21 geben.
Die Grünen sprechen von einem Umfaller. Neue Zusagen der Wiener Linien.
Die Anfang Juni von allen Parteien in der Bezirksvertretung beschlossene Befragung ist Freitagabend mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP wieder abgesagt worden.
Der Grund für den Sinneswandel sind Zusagen der Wiener Linien.
Eine neue Buslinie soll den seit der U2-Verlängerung eingestellten 21er zumindest teilweise ersetzen.
Die Linie 21 verkehrte von 30.Juni 1986 bis 9.Mai 2008 vom Schwedenplatz (Schleife über Gredlerstraße - Lilienbrunngasse - Marienbrücke - Schwedenplatz - Schwedenbrücke - Taborstraße) über Taborstraße - Heinestraße - Mühlfeldgasse - Nordbahnstraße - Praterstern - Ausstellungsstraße - Elderschplatz - Engerthstraße - Wehlistraße zur Endstation Praterkai.
Streckenlänge 6,839 km.
Dank der Stadtregierung rasen jetzt die Busse der Wiener Linien wie irre durch die bewohnten Gassen des 2ten Bezirks !
In 37 Jahren 7 Volks- und Bürgerbefragungen - was meinen Sie mit direkte Demokratie ?
21. bis 26. Mai 1973 Sternwartepark-Abstimmung
16. bis 18. März 1980 Flötzersteigabstimmung
15. bis 17. November 1981 Abstimmung über das Konferenzzentrum und Stadterneuerung
9. bis 11.Dezember 1981 Abstimmung über die Steinhofgründe
22. bis 24. Februar 1990 Abstimmung über die Beibehaltung der Straßenbahnlinie 8
14. bis 16.Mai 1991 EXPO-Abstimmung und Staustufe Wien
11. bis 13. Februar 2010 Wien will's wissen: Volksbefragung
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